Wenn es um die Vermittlung und Bewahrung philosophischen Wissens geht, nimmt der Felix Meiner Verlag seit über einem Jahrhundert eine herausragende Stellung in der deutschsprachigen Verlagslandschaft ein. Doch was macht den Verlag so besonders? In diesem Beitrag unserer Blogreihe „Wissenschaftliche Verlage im Fokus“ erfahren Sie mehr über die Geschichte des Felix Meiner Verlags sowie das interessante Verlagsprogramm.
Gegründet wurde der Felix Meiner Verlag im Jahr 1911 durch Dr. Felix Meiner (1883-1965) in Leipzig, als er die bereits 1868 ins Leben gerufene Philosophische Bibliothek übernahm. Damit begann die Erfolgsgeschichte eines Hauses, das sich seither vollständig den Geisteswissenschaften verschrieben hat. Im Jahr 1951 zog der Verlag von Leipzig nach Hamburg und wird nunmehr bereits in der vierten Generation von Jakob und Johann Meiner als Familienunternehmen geführt.
Der Fokus des Felix Meiner Verlags liegt klar auf der Philosophie. Mit seinem geisteswissenschaftlichen Programm zählt er zu den führenden wissenschaftlichen Verlagen Deutschlands auf diesem Gebiet. Zentral für die Verlagsarbeit ist die seit 1868 erscheinende Philosophische Bibliothek („PhB“), die kontinuierlich erweitert wird und deren Ausgaben bei Neuauflagen laufend dem jeweiligen Forschungsstand angepasst werden. Mittlerweile stehen in der „PhB“ über 500 Texte aus 2.400 Jahren Philosophiegeschichte als elektronische Ausgaben zur Verfügung. Ergänzt wird das Verlagsprogramm durch Zeitschriften, Editionen, wissenschaftliche Monographien, Wörterbücher und Nachschlagewerke, die ein breites Spektrum philosophischer Themen abdecken.
Besonders stolz ist der Verlag auf einige seiner E-Book-Titel, die exemplarisch für die thematische Vielfalt und wissenschaftliche Tiefe des Programms stehen. So verfolgt Mirjam Schaub in ihrem Werk Radikalität das Phänomen der Radikalität quer durch die letzten 2.000 Jahre – bei Sokrates, im frühen Christentum, in der Republik Venedig, bei Philosophen wie Bentham und Stirner oder in der unmittelbaren Gegenwart in der Spaß- und Stadtguerilla, bei radikalen Kunstformen wie der Performance Art etwa von Marina Abramović bis hin zu den Aktivist:innen der Letzten Generation.
Ein weiteres Highlight des Verlags ist Immanuel Kants Preisschrift über die Fortschritte der Metaphysik. Darin geht es um eine im Jahr 1788 ausgelobte Preisfrage der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Sie wollte wissen, welches die wirklichen Fortschritte („les progrès réels“) in der Metaphysik seit Leibniz’ und Wolffs Zeiten in Deutschland gewesen seien. Kants Antwort hierauf nimmt eine besondere Stellung in seinem Werk ein und erfährt in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit in der Kantforschung.
Innovativ zeigt sich der Felix Meiner Verlag auch im digitalen Bereich: Nach dem Relaunch im Sommer 2023 präsentiert sich die E-Book-Plattform für Bibliotheken „Meiner eLibrary“ in einem neuen Design, mit erweiterten Funktionalitäten und einer optimierten Benutzerführung. Inzwischen sind dort nicht nur die elektronischen Publikationen des Felix Meiner Verlages, sondern auch die E-Books und E-Journals von Partnerverlagen wie dem Helmut Buske Verlag, dem zu Klampen! Verlag sowie seit Frühjahr 2025 auch der Edition Nautilus, des ça ira-Verlags und des Universitätsverlags Winter Heidelberg verfügbar.
Die Meiner eLibrary bietet Wissenschaftler:innen und Studierenden über ihre Bibliothek einen komfortablen Zugang zu den E-Books, Zeitschriften, E-Artikeln und vielen Open Access-Publikationen aus allen Programmbereichen der Verlage. Das Portfolio umfasst wissenschaftliche Monographien, Buchreihen, Zeitschriften, Editionen, Lehr-, Studien- und Wörterbücher sowie Nachschlagewerke aus den Fachgebieten Philosophie, Literaturwissenschaft, Linguistik, Philologien, Klassische Altertumswissenschaften, Geschichte und Sozialwissenschaften.
Mit seiner traditionsreichen Geschichte, dem klaren wissenschaftlichen Profil und der stetigen Weiterentwicklung im digitalen Zeitalter bleibt der Felix Meiner Verlag eine zentrale Adresse für alle, die sich intensiv mit Philosophie und verwandten Fachdisziplinen beschäftigen – und beweist eindrucksvoll, wie lebendig wissenschaftliches Publizieren heute sein kann.
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