Linked Data in Bibliotheken

female library worker on computer with purple and blue circle pattern behind her

Was sind „Linked Data“?

Die Erstellung von „Linked Data“ ist eine Methode zur Schaffung strukturierter, verknüpfter Daten, so dass Verbindungen zwischen einzelnen Informationen bzw. Datenobjekten — wie Autor:innen, Werken und Themengebieten — identifiziert werden können. In Bibliotheken werden statische Metadaten durch „Linked Data“ in interoperable, kontextreiche Informationen umgewandelt, die in das Wissensnetz integriert werden können.

Statt Metadaten zu nutzen, die in isolierten Datensätzen abgeschottet sind, können Bibliotheken durch die Verwendung der „Linked Data“-Prinzipien einfach auffindbare, vernetzte und wiederverwendbare Metadaten erstellen, die Studierende, Forschende und die globale Open-Knowledge-Community unterstützen.

Die Bedeutung verknüpfter Daten für Bibliotheken

  • Verbesserte Auffindbarkeit und Zugänglichkeit

    „Linked Data“ ermöglichen eine tiefgreifendere Sucherfahrung, indem Bibliotheksmetadaten mit internen und externen Datensätzen verknüpft werden. Dadurch werden Verbindungen zwischen Autor:innen, Werken, Themengebieten und mehr hervorgehoben. Dies hilft Nutzer:innen dabei, relevante Ressourcen über Institutionen, Formate und Sprachen hinweg zu finden.

  • Systemübergreifende Interoperabilität

    Verknüpfte Daten verbinden unterschiedliche Ontologien und Vokabularien und ermöglichen eine einfachere Integration in Archive, Museen und andere Institutionen des Kulturerbes. Dies schafft einen einheitlichen Zugang zu verschiedenen Sammlungen.

  • Optimierte Qualität der Metadaten

    Im Gegensatz zu traditionellen Bibliotheksmetadaten (wie MARC-Datensätzen) sind „Linked Data“ flexibel und können in neuen Kontexten wiederverwendet werden. Die Normdatenkontrolle (z. B. für Autor:innen und Fachgebiete) wird dynamischer und konsistenter, da die verknüpften Daten in Echtzeit gepflegt werden.

  • Unterstützung von Open-Knowledge-Initiativen

    Durch die Einführung von „Linked Data“ können Bibliotheken zu Open-Data-Ökosystemen beitragen und von diesen profitieren. Diese orientieren sich an wichtigen Werten wie Transparenz, Barrierefreiheit und Zusammenarbeit.

Verknüpfen Sie Datenobjekte mit „Linked Data“

Laden Sie unser Whitepaper kostenfrei herunter und erfahren Sie mehr darüber, wie „Linked Data“ funktionieren und weshalb sie für Bibliotheken so wichtig sind.

illustration representing scholarly graph, multiple circles all connected by lines

Wie EBSCO „Linked Data“ verwendet

EBSCO nutzt „Linked Data“ über seine Plattformen und Services hinweg, um die Auffindbarkeit zu verbessern, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und zukunftsfähige Produkte für Bibliotheken und ihre Nutzer:innen zu bieten. 

Der EBSCO Scholarly Graph (ESG) ist ein Linked-Data-Framework, das wissenschaftliche Datenobjekte wie Personen, Publikationen und Themen miteinander verknüpft. Durch die Strukturierung von Beziehungen zwischen Hunderten Millionen Datensätzen ermöglicht der ESG den Nutzer:innen, Zusammenhänge aufzudecken, Auswirkungen nachzuverfolgen und sich noch intuitiver im wissenschaftlichen Informationsnetzwerk zu bewegen. 

Der ESG bietet die Grundlage für neue Funktionalitäten und Erweiterungen in unseren Rechercheplattformen. Erfahren Sie mehr über neue und künftige Features in der Roadmap für EBSCOs Rechercheplattformen.

illustration representing scholarly graph, multiple circles all connected by lines
image of two researchers looking at a desktop with circle pattern in the background

Citation Discovery

EBSCOs „Citation Discovery“ basiert auf dem ESG und ist in EBSCOhost und dem EBSCO Discovery Service verfügbar, um Nutzer:innen dabei zu unterstützen, herauszufinden, wie Werke zusammenhängen und ihren Einfluss in der wissenschaftlichen Community zu verstehen.

  • Das „Citations“-Feature zeigt, wo und wie oft ein Artikel in anderen Publikationen zitiert wurde. Dies hilft Forschenden, die Wirkung und Relevanz eines Artikels zu verfolgen und zu sehen, wie sich die wissenschaftliche Forschung im Laufe der Zeit entwickelt.
  • Das „References“-Feature zeigt die in einem Werk zitierten Quellen an und ermöglichen es Forschenden, wichtige Studien zu finden, die die Ergebnisse geprägt haben, und unterstützende Forschung leicht zu identifizieren.
library worker researching on laptop at a desk with circle pattern behind the image

People Pages

Die „People Pages“ in EBSCOhost und im EBSCO Discovery Service ermöglichen den Nutzer:innen, anhand von verknüpften Daten Verbindungen zwischen den Autor:innen und Co-Autor:innen sowie ihren Werken zu erkunden. Die „People Pages“ zeigen:

  • Fachkompetenz: Frühere Forschungsbereiche und Fachdisziplinen, in denen der/die Wissenschaftler:in tätig war
  • Metriken und Identifikatoren: Publikationsanzahl, Zitierhäufigkeit und Verlinkungen zu OpenAlex-Profilen
  • Wichtige Co-Autor:innen: Überschneidende Anzahl an Werken und Publikationen
  • Liste an Werken: Alle im EBSCO Scholarly Graph gefundenen Werke, einschließlich der Werke, die für das entsprechende Profil nicht über ein aktuelles EBSCO-Abonnement verfügbar sind.

Besuchen Sie EBSCO Connect, um weitere Informationen zu den „People Pages“ zu erhalten.

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Möchten Sie mehr über „Linked Data“-Lösungen für Ihre Bibliothek erfahren?

Ganz gleich, ob Sie die Interoperabilität erhöhen, die Auffindbarkeit optimieren oder Ihren Katalog auf die Zukunft vorbereiten möchten, EBSCOs Expert:innen für „Linked Data“ können Ihnen dabei helfen.