Bibliotheken legen zunehmend Wert auf die Entwicklung von Beständen, die langfristigen Nutzen und Nachhaltigkeit bieten. Dies war ein zentrales Thema unseres Webinars „Future-Proofing Collections: The Strategic Value of Perpetual Access“.

Steph Moriarty, Director of Sales Books, und Courtney Peckham, Senior Product Manager Archives, erläuterten in diesem Webinar, wie Bibliotheken über kurzfristige Zugangsmodelle hinaus planen und so die dauerhafte Verfügbarkeit essenzieller Ressourcen und Inhalte für Lehrkräfte, Studierende und Forschende sichern können.

Kontinuität und Zuverlässigkeit in Bibliotheksbeständen

Dauerhafter Zugang spielt eine entscheidende Rolle, indem er einen zuverlässigen Zugriff auf Inhalte bietet, die Bildung, Lehre, Lernen und institutionelle Ziele unterstützen. Ob es darum geht, die Kontinuität von Pflichtliteratur über ein akademisches Jahr hinweg sicherzustellen oder stabile Bestände zur Erfüllung von Akkreditierungsstandards zu erhalten – dauerhafter Zugang bietet die Konsistenz, die Bibliotheken benötigen.

Ein zentrales Fazit des Webinars war die grundlegende Bedeutung des dauerhaften Zugangs in der Bibliothekslandschaft. Im Gegensatz zu Abonnementmodellen, die von Budgetschwankungen betroffen sein können, sorgt ein dauerhafter Zugang dafür, dass einmal erworbene Inhalte dauerhaft Teil des Bestands einer Einrichtung bleiben. Diese Stabilität ist besonders wichtig für Lehrkräfte, die auf dauerhaft verfügbare Ressourcen angewiesen sind, sowie für Institutionen, die Kontinuität und Tiefe ihrer Bestände für Akkreditierungs- und Bewertungszwecke nachweisen müssen.

Zudem stellt ein dauerhafter Zugang sicher, dass Nutzer:innen darauf vertrauen können, dass essenzielle Ressourcen langfristig verfügbar bleiben. In der wissenschaftlich-akademischen Gemeinschaft, in der sich finanzielle und strategische Prioritäten ständig verändern, hilft dieses Modell, Risiken zu minimieren und die Investitionen der Bibliothek zu schützen.

Während des Webinars wurde ebenfalls betont, dass ein dauerhafter Zugang ein flexibles und anpassbares Erwerbungsmodell ist. Bibliotheken können ihre Bestände strategisch entwickeln, indem sie aus verschiedenen Zugangsoptionen wählen, wie Single-User, Multi-User, Unlimited User oder Demand-Driven Acquisition (DDA; nutzergesteuerter Erwerbung).

Dieser Ansatz ermöglicht es Einrichtungen, sowohl breite Anforderungen der Lehrpläne als auch spezialisierte Forschungsbereiche zu unterstützen, einschließlich Nischenthemen, die eine langfristige Verfügbarkeit erfordern. Darüber hinaus fördert ein dauerhafter Zugang die Konsistenz zwischen akademischen Perioden und ermöglicht langfristige Forschung, da Inhalte verfügbar bleiben und nicht regelmäßig entfernt oder ersetzt werden.

Dauerhafter Zugang zu EBSCO eBooks

Steph Moriarty erklärte im Webinar, dass der Katalog von EBSCO über 2,8 Millionen E-Books mit Publikationen aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Titeln umfasst. Dies ermöglicht Bibliotheken, umfangreiche und relevante Bestände zusammenzustellen. EBSCO unterstützt verschiedene Zugangsmodelle, darunter DRM-freie Optionen mit unbegrenzter gleichzeitiger Nutzung (sofern verfügbar), und bietet sorgfältig kuratierte Kollektionen, die von erfahrenen Bibliothekar:innen entwickelt wurden, um den Auswahlprozess zu erleichtern.

Auch das Thema Barrierefreiheit wurde umfassend erörtert, darunter Funktionen wie Vorleseoptionen, anpassbare Anzeigeeinstellungen und transparente Indikatoren für Barrierefreiheitsstandards. Diese Möglichkeiten helfen Einrichtungen, sich an neue Vorschriften anzupassen und gleichberechtigten Zugang für alle Nutzer:innen sicherzustellen.

Dauerhafter Zugang zu Magazinarchiven

Courtney Peckham ging auf die Rolle des dauerhaften Zugangs zu Magazinarchiven von EBSCO ein und beschrieb die Bedeutung dieser wertvollen Primärquellen.

Über eine einmalige Erwerbung können Bibliotheken Zugang zu vollständigen historischen Reihen von Publikationen erhalten, oftmals mit einer Abdeckung von mehr als 150 Jahren. Diese Archive ermöglichen es Studierenden und Wissenschaftler:innen, Inhalte im ursprünglichen Kontext zu analysieren – einschließlich Text, visueller Elemente, Werbeanzeigen und kultureller Hintergründe. Solche Quellen sind besonders wertvoll für die interdisziplinäre Forschung und unterstützen zahlreiche Fachbereiche wie Medienwissenschaften, Soziologie, Umweltstudien und Geschichte.

Eine strategische Herangehensweise

Am Ende des Webinars betonten die Referierenden, dass dauerhafter Zugang nicht nur ein Erwerbungsmodell, sondern auch eine strategische Herangehensweise an die Bestandsentwicklung ist. Diese Methode sorgt für die Erhaltung des wissenschaftlichen Archivs, unterstützt langfristige Forschung und ermöglicht Bibliotheken, ihre Rolle als Hüter von nachhaltigem Wissen weiterhin auszufüllen.

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